Das Backpackerleben hat begonnen – und zwar so richtig. Schlafen wahlweise im Auto oder Zelt, nicht immer fließend Wasser, geschweige denn eine Dusche, aber dafür auch wunderschöne Landschaften und eine Menge Spaß. Ja, das ist mein Leben derzeit. Aber alles der Reihe nach. Nach einem legendären (it's gonna be legendary und so, wisst ihr Bescheid), letzten gemeinsamen Abend am Samstag (05.02.), der gleichzeitig auch noch Celines Geburtstagsparty wurde (auch Celine ist nun seit dem 6ten 20, hehe, alles alte Omis hier), hieß es am Montag für mich endgültig Abschied nehmen von Tauranga. Nachdem mich noch alle (und wenn ich sage alle, meine ich wirklich alle alle) zum Bus gebracht hatten, ging es zum Flughafen nach Auckland. Dort habe ich die Nacht verbracht und am nächsten Morgen ging mein Flieger nach Queenstown. Schon bei der Landung in Queenstown hab ich festgestellt, dass es hier auf der Südinsel doch ein wenig anders aussieht, als auf der Nordinsel. Allen voran sind überall Berge. In Queenstwon angekommen, haben mich Victoria und Jannik in Empfang genommen, wobei die Wiedersehensfreude natürlich wieder groß war. Dann haben wir drei uns auf den direkten Weg nach Wanaka gemacht, nur durchbrochen von einem kurzen Stopp im post office (Jannik hat dort sein Weihnachtgeschenk abgeholt und was soll ich sagen, da waren auch Geschenke für mich drin :-) Hab ich mich vielleicht einen Keks gefreut, vielen Dank nochmal nach Rieseby!!!). In Wanaka haben wir dann nach einigen Startschwierigkeiten auch quasi direkt den Campingplatz gefunden. Schwuppdiwupp war das Zelt aufgebaut und mein erster Tag auf der Südinsel auch schon rum. Am nächsten Tag (letzte Woche Mittwoch) wurde morgens das Auto verschönert. Victoria und Jannik haben ihr Auto "Alte Dame" getauft und diesen Namen in allen möglichen Sprachen auf das Auto geschrieben, ziemlich coole Idee, wie ich finde und das Ergebnis kann sich auch sehen lassen.
Nachmittags sind dann Victorias Mutter und Tante angekommen, die nun auch mit uns reisen. Und wieder war ein Tag rum.
Ja und am Donnerstag ging es dann richtig los. Ab auf die Straße und die Westküste hinauf. Erstes Ziel: die Gletscher (kleiner Tipp an dieser Stelle, nehmt euch einfach eine Landkarte nebendran, dann könnt ihr mir wahrscheinlich besser folgen). Donnerstag sind wir bis zum Fox-Gletscher gefahren. Auf dem Weg dahin (es gibt nur eine Straße, was die Sache erheblich einfacher macht) gab es allerdings einiges zu sehen.
Lake Hawea (ziemlich dicht hinter Wanaka)
Blue Pools (Makarora)
Thunder Creek Falls
Genächtigt wurde auch am Fox-Gletscher (die Stadt dazu heißt Fox-Glacier-Township, ziemlich einfallsreich oder?!) auf dem Campingplatz. Am nächsten Morgen ging es dann zum Lake Matheson. Ein wundervolles Fleckchen Erde. Morgens spiegeln sich im See die Gletscher und Mt Cook, aber so früh konnten wir uns nicht aus dem Schlafsack motivieren. Aber auch um halb elf war der See noch sehr schön und der Rundgang drumherum ein wenig Anstrengung wert.
Lake Matheson
Nach diesem Morgenspaziergang ging es dann zur Erholung kurz an den Strand, bevor wir uns dann in Richtung Fox-Gletscher aufmachten. An dieser Stelle lasse ich einfach die Bilder sprechen.
Fox Glacier
Gegen Abend ging es dann auch mit dem Auto noch ein bisschen weiter, bis zum Franz-Josef-Gletscher, um genau zu sein. Dort angekommen wurde dann (dreimal dürft ihr raten) wieder ein Campingplatz aufgesucht. Dieses Mal allerdings (um Geld zu sparen) kein Campingplatz mit Duschen, Toiletten, Küche etc., sondern einfach ein Platz, auf dem du campen darfst. Ach ja, einen Wasserhahn gab es dort auch (mehr nicht, soll das heißen).
Am nächsten Morgen (ich bin mittlerweile bei Samstag) wurde dann der Franz-Josef-Gletscher mal ein wenig aus der Nähe betrachtet, sprich, wir sind hinaufgeklettert. Wie ihr euch mit Sicherheit denken könnt, kann man auch in Neuseeland nicht einfach mal eben wahllos einen Gletscher hochklettern. Nein, wir hatten natürlich eine Tour gebucht. Zuerst ging es etwa eine halbe Stunde durch den Busch (und damit meine ich wirklich Busch), dann durch das Tal zum Gletscher. Dann mussten wir alle unsere crampons (keine Ahnung wie die Dinger auf deutsch heißen, man schnallt sich quasi kleine Eispickel unter die Schuhe, damit man auf dem Eis Halt hat) umschnallen und rauf ging es aufs Eis. Eine ziemlich geniale Sache war das, ich sags euch. Schon beeindruckend.
Nach der Tour ging es dann noch in die Hot Pools, daaaas war aaaangenehm, heeeerrlich!!!! :-)
Danach sind wir dann weitergefahren bis Hokitika, wo wir zur Abwechslung mal ein Hostel aufgesucht haben, da Unwetter vorhergesagt war und das im Zelt nicht so angenehm ist. Und dann gab es abends auch noch Fish 'n Chips, statt Nudeln oder Reis. Purer Luxus!
Nach einer kurzen Stadtbesichtigung am nächsten Morgen (wobei Stadt in diesem Falle meint Dorf; größer als Tetenhusen, aber kleiner als Kropp (viiel kleiner)) und einem Rundgang in der Jadefabrik ging es dann weiter nach Greymouth. Von dort sind Jannik und ich mit dem Tranzalpin einmal quer durch die Alpen nach Christchurch gefahren, um uns die Landschaft in den Alpen auch mal anzugucken. Auch wirklich schön. Und jetzt kommts. Geplant war, eine Nacht in Christchurch zu schlafen und am nächsten Tag zurück nach Greymouth zu trampen. Aber erstens kommt immer alles anders und zweitens als man denkt. Janniks Bekannter, bei dem wir in Christchurch schlafen wollten, hatte sich leider nicht mehr gemeldet, also hieß es ein Hostel zu finden. Es sollte sich allerdings raustellen, dass von 19 Hostels, die wir in unserem Heftchen hatten, 19 ausgebucht waren. Nun standen wir wirklich dumm da. Abends um halb sieben in Christchurch. Nach einigem überlegen, wurde dann beschlossen, sich schon abends an die Straße zu stellen und zu gucken, wie weit wir kommen, in der Hoffnung dort ein Plätzchen zum Schlafen zu finden. Gekommen sind wir bis Darfield (noch kleiner als Hokitika, aber wohl immer noch größer als Tetenhusen). Da war es neun Uhr. Die Kneipe, die auch Zimmer vermietet, hatte schon zu (!) und das Motel nur noch das Studio für 115 Dollar die Nacht zu vermieten. Das können wir uns als Backpacker natürlich nicht wirklich leisten und so wurde kurzerhand beschlossen, in der öffentlichen Toilette in Darfield zu nächtigen. Da es auch den ganzen Tag geregnet hatte und es dort wenigstens trocken und ein bisschen windgeschützt war. Gott sei Dank hatten wir immerhin unsere Schlafsäcke dabei. So kam ich also zu meiner ersten (und hoffentlich letzten Nacht) auf einer öffentlichen Toilette. Letztendlich war es nicht so schlimm, wie erwartet. Geschlafen hab ich zwar nicht wirklich, aber es war trocken und einigermaßen warm.... und hart, unbequem, ätzend :D
Dafür standen wir am Montagmorgen schon früh an der Straße. Natürlich hat es geregnet und natürlich dauerte es fast 1 ½ Stunden, bis sich dann doch noch jemand erbarmt hat uns mitzunehmen. Dafür aber auch bis kurz vor Greymouth. So waren wir früher als geplant zurück in Greymouth, wenn auch unter deutlich anderen Bedingungen! Nachmittags ging es weiter nach Westport, rauf auf den Campingplatz, ab unter die Dusche, Bett, fertig!
So meine Lieben, nun seid ihr wieder auf dem neusten Stand. Entschuldigt, dass es derzeit keine Mails oder ähnliches gibt, aber Internet ist relativ rar. Und da schreib ich dann lieber hier, da haben alle was von :-) Machts gut, bis bald!











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