Aber wirklich! Folgendes ist passiert...
Gestern (Donnerstag) stand ich nichtsahnend an der Rezeption meines Hostels. Ich hatte einige Probleme mit meiner Zimmertür und musste nachfragen. Neben mir an der Rezeption stand ein junger Mann, mein Alter schätze ich. Soweit nichts Außergewöhnliches. Der Typ war ebenfalls damit beschäftigt ganz tief auf den Grund seiner Englischkenntnisse hinabzutauchen, sodass ich mir schon gedacht hab, mensch, wenn der man nicht auch Deutscher ist. Aber auch das ist ja nichts Besonderes und ich habe den Gedanken dementsprechend auch nicht weiterverfolgt.
Irgendwie muss mein Englisch wohl auch etwas Unbeholfen gewirkt haben, denn prompt werde ich von der Seite gefragt: "Sag mal, bist du zufällig auch Deutsche?" Naja, was ich geantwortet habe, könnt ihr euch wohl denken und so kamen wir ein bisschen ins Gespräch. Die üblichen Fragen, "Wie lange bist du schon hier?", "Machst du auch Work 'n Travel?", "Wo genau kommst du her?"
So und jetzt bitte setzen!!!
Der Gute kommt aus Osterrönfeld!!!! Die Überschrift beschreibt dementsprechend meine Reaktion und seine auch :-) Echt verrückt, da reist man ans andere Ende der Welt und trifft dort jemanden, quasi aus der Nachbarschaft. Leider war ich aufm Sprung, weil ich mit Celine verabredet war und so konnten wir nicht wirklich quatschen, aber man wird sich wohl nochmal übern Weg laufen.
Vielleicht finde auch nur ich das an dieser Stelle so spektakulär?!
Was mein sonstiges Befinden angeht, bin ich mittlerweile echt angepisst (entschudigt meine Ausdrucksweise). Wenn ich wenigstens mal überhaupt eine Antwort von den zahlreichen Stellen, bei denen ich mich beworben habe, zurückbekommen würde. Auch wenn es eine Absage ist, aber aus irgendeinem Grund haben es die Leute hier anscheinend nicht nötig, sich überhaupt zu melden. Und das geht mir wirklich auf den Keks!
Und seit gestern ist das Wetter auch wieder sehr bescheiden und meine Zimmermitbewohner im Hostel (seit gestern hab ich wieder welche, vier an der Zahl, ebenfalls Deutsche) tun mir fast schon Leid, weil ich echt nicht unbedingt gute Laune verbreite. Naja, was solls, ich kanns nicht ändern, nur abwarten und weiter Bewerbungen schreiben.
Trotzallem werdet ihr weiter auf mich verzichten müssen, so schnell geb ich nämlich nicht klein bei! :-)
Kia Ora!
Dies ist mein Blog, in dem ich versuche regelmäßig von meinen Erlebnissen in Neuseeland zu berichten. Ich hoffe es gefällt euch, Kommentare sind immer herzlich willkommen!
Donnerstag, 30. September 2010
Samstag, 25. September 2010
Irgendwie anders....
Ich hab mir gedacht, nach den zwei Wochen, die ich nun mittlerweile hier bin, ist es an der Zeit für einen kleinen Bericht über all die Dinge, die hier einfach anders sind als bei uns. Gerne hätte ich das dann auch gleich mit dem jeweils passenden Bild verdeutlicht, leider gibt es keine Fortschritte an der Kamerafront. Also dann, wollen wir doch mal sehen, was mir da so auf Anhieb einfällt.
- Die Fußgängerampeln: Sie sind deutlich häufiger und schneller grün als bei uns. In diesem Fall 'läuft' dann das grüne Männchen. Nach gewisser Zeit, kommt dann wieder das rote Männchen, allerdings blinkt es erst eine gewisse Zeit, bevor es wirklich rot wird, wie man es bei uns auch kennt. Solange es blinkt, kann man noch gefahrlos über die Straße gehen. Teilweise zählt die Ampel auch sichtbar die Sekunden runter, wie lange es noch dauert, bis sie rot wird. Sehr hilfreich und Idiotensicher. Allerdings laufen die Neuseeländer grundsätzlich trotzdem über die Straße, wenn die Ampel rot ist, weiß Gott warum.
- 'Fühlbare Markierungen': Wenn man sich auf dem Fußgängerweg einer Straße, Treppe oder ähnlichem nähert, sind Unebenheiten (ähnlich wie Zebrastreifen, nur eben 'hoch', dass man merkt, wenn man drüberläuft) auf dem Fußweg. Ebenfalls sehr praktisch, wenn man nicht gerade das Bedürfnis verspürt sich zu verletzten.
- Linksverkehr: Gut, da muss ich wohl nicht viel zu sagen, erklärt sich von selbst. Aber am Anfang hab ich schon das ein oder andere Mal gedacht, warum zum Teufel fährt das Kleinkind in seinem Sitz das Auto bzw. fährt überhaupt jemand das Auto?! Ja doch, war schon äußerst gewöhnungbedürftig.
- Unheimlich coole Menschen: Das wird jetzt hart und ihr werdet kämpfen müssen, aber die Neuseeländer sind einfach cool. Und zwar so cool, so viel mehr cool als alle anderen. Weil es gibt ja nur 4 Millionen von ihnen auf der ganzen Welt... Tja und wie zeigt man seine Coolness am Besten?! Richtig, in dem man wahlweise mit Riesensonnenbrille durch die Straßen läuft obwohl es regnet oder auch einfach nur Klamotten trägt als wäre man Heidi Klum auf irgendeiner Fashionweek, allerdings bevor sie ihre Figur auf Vordermann gebracht hat.
- Spezi: Ich bin ein Fan des 'Cola küsst Orange'-Mix. Doch hier gelange ich wirklich an meine Grenzen, denn es gibt hier wahrhaftig keine Spezi. Weder im Supermarkt noch am Kiosk um die Ecke. Was zur Hölle ist da los, frag ich mich?!
- Mehr Subways als McDonalds: An jeder Ecke befindet sich hier ein Subway, oft mehr als einmal in einer Straße. Allerdings sind auch McDonalds und BurgerKing sehr oft vertreten.
- Asiaten überall Asiaten: Das klingt jetzt böse, aber so ist es gar nicht gemeint. Es ist nur wirklich auffällig, wie viele Asiaten hier leben. Und was mich grad ein wenig zum Schmunzeln bringt, ist, dass genau in diesem Moment, in dem ich diesen Satz geschrieben habe, eine Asiatin mein Hostelzimmer betritt und wohl das derzeit letzte freie Bett beziehen wird :-)
- Öffnungszeiten: Die meisten Geschäfte hier scheinen wirklich sieben Tage die Woche aufzuhaben. Cafes,Bars, Restaurants etc. natürlich sowieso, aber auch jegliche anderen Geschäfte, wie Supermärkte und Boutiquen haben hier auch am Sonntag geöffnet. Praktisch kann ich da nur sagen, besonders was die Supermärkte angeht und da komme ich auch schon zu meinem nächsten Punkt.
- Supermärkte: Die Supermärkte hier sind prinzipiell wie in Deutschland auch, mit der Ausnahme, dass an jeder Kasse neben der Kassiererin eine weitere Person steht, die die Einkäufe gleich in Tüten packt. Seeehr praktisch, definitiv eine Sache, die man in Deutschland einführen sollte. Besonders, wenn man nicht, wie Mama, immer Einkaufsbeutel im Kofferraum liegen hat und sich ärgert, wenn alles mal wieder durchs Auto fliegt...
Okididoki, das sind so die Dinge, die mir spontan grad einfallen, wahrscheinlich fallen mir noch mindestens drei mehr ein, sobald ich den Post gespeichert habe, aber dann sammel ich einfach und wenn ich wieder genug hab, folgt der nächste Eintrag.
Bei all den Sachen muss natürlich bedacht werden, dass sich meine Kenntnisse von Neuseeland bislang hauptsächlich auf die Stadt, in diesem Fall Auckland, beschränken.
Also macht es gut ihr Lieben, ich bin dann weg, auf der Suche nach weiteren sonderbaren Dingen....
Mittwoch, 22. September 2010
Zurück in Auckland!
Ja richtig, ich bin wieder zurück im Hostel in Auckland. Der Grund ist ganz einfach der, dass die 'Probewoche' vorbei war und die Familie noch zwei weitere Mädels ausprobieren will. Ausprobieren hört sich merkwürdig an, aber ich denke ihr wisst, was ich meine.
Also hab ich gestern den erstbesten Bus zurück nach Auckland genommen und wenn ich ehrlich bin, bin ich froh dort weg zu sein. Ich kann gar nicht wirklich sagen warum, es waren alle sehr nett und die Kinder echt lieb, aber ich hab mich einfach von Beginn an immer ein wenig unwohl gefühlt. Am Anfang hab ich es dann auf die 'Angst' geschoben, nicht zurechtzukommen und nicht den Erwartungen zu entsprechen, aber mittlerweile glaube ich, die Chemie hat einfach nicht gestimmt und es sollte einfach nicht sein. So bin ich nun echt erleichtert wieder für mich zu sein. Auch wenn jetzt natürlich die Jobsuche von vorne beginnt, wobei ich hoffe, schnell etwas zu finden, da so ein Leben im Hostel auf Dauer dann auch ein wenig ins Geld geht.
Wie ihr vielleicht aus einem meiner vorigen Berichte noch wisst, arbeitet Celine hier im Hostel und so lief sie mir kurz nach meiner Ankunft gestern prompt über den Weg. Eigentlich wollten wir uns dann abends, nach ihrem Barkeepingkurs, nochmal wieder treffen, aber ich war einfach todmüde und wollte nur noch schlafen. So wurde das abendliche Treffen in der Globebar also auf heute Abend verschoben. Das geplante Schlafen gestaltete sich allerdings ein wenig schwieriger als man meinen sollte, denn meine Zimmergenossinen (drei an der Zahl; Laura aus den USA, April aus China und ? aus ?) hielten von Licht aus um halb acht nicht so richtig viel. Kann ich ihnen ja auch nicht verübeln und da ich eigentlich ganz froh über sie bin, denn alle drei sind echt nett, hab ich dann einfach drei Stunden versucht einzuschlafen, bis das Licht dann ausging und mein Versuch letztendlich doch noch glückte.
Zu guter Letzt, bevor ich es nun wieder vergessen, hab ich ja noch eine nette kleine Anekdote. Ihr werdet alle grinsend vorm PC sitzen und euch denken, ja, dass ist unsere Silja, aber ich will sie euch trotzdem nicht vorenthalten.
Schon letzte Woche, als ich noch mit den übrigen deutschen Mädels hier war, wollte ich bei einem unserer Besuche im Supermarkt, Shampoo kaufen. Einmal für die Haare und einmal für den Körper. Beim ersten Mal hab ich dann nur Haarshampoo gekauft, weiß schon gar nicht mehr warum eigentlich. Also hieß es dann beim zweiten Mal, kaufe etwas für den Körper. Hab auch etwas gefunden, super, dachte ich mir. Tja bis ich dann unter der Dusche stand und feststellen musste, dass ich nicht Shampoo für den Körper, sondern Body Lotion gekauft hatte....
Gott sei Dank war mein kleines Reiseshampoo noch nicht ganz leer und ich musste nicht stinkend durch den Tag gehen.
Ihr seht, so viel zum Thema, die kleine Silja ganz groß!!! :D
Freitag, 17. September 2010
In the middle of nowhere...
Halli Hallo meine Lieben... Hier nun also der erste Bericht aus dem Hause der Familie Flatt. Seit Mittwoch bin ich nun hier und wie es aussieht bleibe ich auch noch ein wenig. Der Titel dieses Eintrags beschreibt ziemlich gut die Lage der Farm auf der ich hier bin. Te Awamutu ist die naechst groessere Stadt (und wenn ihr auf der Karte nachguckt werdet ihr merken, dass 'gross' auch relativ ist) und selbst die ist rund 40 Autominuten entfernt. Aber schoen ist es hier, zumindest, wenn es nicht gerade regnet und das tut es seit Donnerstag in einer Tour, so viel also zum Thema, "oh, ich bin neidisch du fliegst ins schoene Wetter". Von der Farm selber hab ich ebenfalls noch gar nichts gesehen, da diese ein wenig entfernt vom Wohnhaus liegt. Ach ja, es ist uebrigens eine Kuhfarm und keine Schaffarm... Und ueberhaupt hab ich bislang fast ausschliesslich Kuehe gesehen, von wegen mehr Schafe als Einwohner. Ich selber wohne auch nicht im Haus der Familie sondern in einem separaten Haus, auch nochmal rund 200m vom Wohnhaus weg. Im Moment zusammen mit Rebecca aus Schottland (die derzeitige Nanny, die naechste Woche nach Australien fliegt) und einem Maedchen aus England (bin nciht sehr gut im Namen merken), die auf der Farm hilft und wie es aussieht auch noch ein wenig hierbleibt. Eine WG sozusagen... :-)
Ja und heute bin ich dann auch schon den ersten Tag alleine, Rebecca hat frei und ist Party machen in Toronga und Katie ist mit Gracie (die aelteste der drei Maedels) und dem Baby bis morgen zu irgendeiner Pferdeveranstaltung. Bleiben also nur noch Ellie und ich und natuerlich der Dad Hamish, der allerdings den ganzen Tag auf der Farm verbringt. Bislang (bei mir ists drei Uhr am Nachmittag) klappt allerdings alles. Mama, du wirst dich freuen, meine Hauptaufgabe neben den Kiddies hier wird Waesche waschen sein. Allerdings mit Trockner und ohne nach Farben sortieren und so :P
Hmja, ich glaub mehr hab ich dann auch gar nicht zu berichten im Moment. Ach doch, hatte ich erwaehnt, dass es mir gut geht?! :-)
Und noch was, auf Fotos muesst ihr allem Anschein nach erstmal verzichten, meine Kamera hat bereits am zweiten Tag den Geist aufgegeben. Also nicht so richtig, aber die Bilder sind sehr unscharf und mit Streifen (schwer zu erklaeren, vielleicht lade ich mal eins hoch, dann koennt ihr selber sehen) :-(
Im Uebrigen wuerde ich mich auch immer ueber die ein oder andere Mail freuen, in der ihr mir dann mal berichtet, was in der Heimat so passiert....
Die allerliebsten Gruesse an euch, ich muss jetzt weiter Staubsaugen :D
Ja und heute bin ich dann auch schon den ersten Tag alleine, Rebecca hat frei und ist Party machen in Toronga und Katie ist mit Gracie (die aelteste der drei Maedels) und dem Baby bis morgen zu irgendeiner Pferdeveranstaltung. Bleiben also nur noch Ellie und ich und natuerlich der Dad Hamish, der allerdings den ganzen Tag auf der Farm verbringt. Bislang (bei mir ists drei Uhr am Nachmittag) klappt allerdings alles. Mama, du wirst dich freuen, meine Hauptaufgabe neben den Kiddies hier wird Waesche waschen sein. Allerdings mit Trockner und ohne nach Farben sortieren und so :P
Hmja, ich glaub mehr hab ich dann auch gar nicht zu berichten im Moment. Ach doch, hatte ich erwaehnt, dass es mir gut geht?! :-)
Und noch was, auf Fotos muesst ihr allem Anschein nach erstmal verzichten, meine Kamera hat bereits am zweiten Tag den Geist aufgegeben. Also nicht so richtig, aber die Bilder sind sehr unscharf und mit Streifen (schwer zu erklaeren, vielleicht lade ich mal eins hoch, dann koennt ihr selber sehen) :-(
Im Uebrigen wuerde ich mich auch immer ueber die ein oder andere Mail freuen, in der ihr mir dann mal berichtet, was in der Heimat so passiert....
Die allerliebsten Gruesse an euch, ich muss jetzt weiter Staubsaugen :D
Montag, 13. September 2010
Der Tag, an dem das erste Jobangebot kam :-)
Der heutige Tag (13.09.10) wird wohl in vielerlei Hinsicht in Erinnerung bleiben. Angefangen hat er, als der Tag, an dem Celine das erste Mal zu ihrem Barkeeperkurs sollte und Pia abgereist ist, allerdings erst nachdem sie aus der Toilette befreit werden konnte.
Aber ich will die ganze Geschichte erzählen. Wir saßen friedlich beim Frühstück, Pias Volunteer-Programm sollte heute losgehen und sie hatte sich bereits verabschiedet, weil sie nicht zu spät zu ihrem Treffpunkt kommen wollte. Sie war ungefähr zehn Minuten weg, da klingelte mein Handy. Ich schon voll aufgeregt, weil ich dachte ein potenzieller Arbeitgeber ruft an. Aber nein, es war Pia. Und die gute Pia hatte ein Problem. Sie steckte auf der Toilette fest, eingeschlossen. Also bin ich zur Rezeption um Bescheid zu sagen, von da wurde ich dann an die Putzfrau weitergeleitet, die konnte allerdings auch nur feststellen, dass sich das Türschloss der Kabine nicht mehr öffnen ließ. Dann wurde der Handwerker gerufen, der sich allerdings dermaßen dämlich angestellt hat... ahhh...da könnt ich mich grad nochmal wieder aufregen. Auf jeden Fall saß Pia auch nach zwanzig Minuten noch fest und die kompletten Teilnehmer ihrer Volunteer-Gruppe, mit der sie sich ja pünktlich um acht treffen sollte, mussten gezwungenermaßen auf sie warten :-) Aber auch diese Geschichte hat ein Happy End, der Handwerker konnte seine wenigen Gehirnzellen letztendlich doch noch aktivieren und siehe da, es ist eigentlich gar nicht so schwierig, eine Tür aufzuhebeln. Wie dem auch sei, Pia war befreit, konnte glücklich mit ihrer Gruppe abreisen und ich konnte mich auch wieder entspannt an den Frühstücktisch setzen.
Das erste Highlight des Tages also schon vor neun Uhr....
Und das zweite ließ auch nicht lange auf sich warten. Wieder saßen wir alle, nun ja nur noch zu viert, friedlich zusammen, diesmal im Starbucks Cafe an der Ecke, als plötzlich erneut mein Handy klingelte. Uuuund diesmal war es tatsächlich ein potenzieller Arbeitgeber :-) Eine super freundlich klingende Frau namens Katie. Katie und ihr Mann (denke doch, dass sie einen hat, extra gesagt hat sie es nicht) leben mit ihren drei Kindern (5, 2 ½ und 3 Monate) sowie Kühen, Pferden und Hunden auf einer Farm in der Nähe von Te Awamutu. Ein wenig im outback, bis zur nächsten Stadt sind es vierzig Minuten mit dem Auto. Und die beiden suchen...tadaaa... ein Au Pair. Offensichtlich höre ich mich am Telefon wohl auch nicht so grausam an und so fahre ich nun am Mittwoch mit dem Bus nach Te Awamutu, um dann eine Woche zur Probe bei der Familie zu leben bzw. zu arbeiten und hoffe, dass alles passt und ich die nächste Zeit dann erstmal dort verbringen werde.
So kommen wir also zum dritten und vorerst letzten Highlight des Tages. Dies ist im Vergleich zu den beiden vorigen allerdings fast gar nicht erwähnenswert, aber ich erzähls einfach trotzdem. Nachdem Pia ja nun heute Morgen abgereist ist, sind in unserem Zimmer jetzt zwei Betten frei und so haben wir prompt zwei neue Mitbewohnerinnen bekommen. Robin und Al aus England, ja richtig aus England, heißt sie sprechen kein Deutsch und wir übrigen vier fangen vielleicht endlich mal an, ein wenig mehr Englisch zu sprechen. Das ist für mich definitiv ein Higlight und deswegen an dieser Stelle erwähnenswert.
So viel also zum heutigen Tag, an dem Pia in der Toilette festsaß und ich vielleicht den ersten Job fand :-D (Ich glaube ich muss an dieser Stelle nicht extra erwähnen, wie viele Tränen wir heute schon gelacht haben, Pia hats dann nach ihrer Rettung ebenfalls mit Humor genommen...)
Aber ich will die ganze Geschichte erzählen. Wir saßen friedlich beim Frühstück, Pias Volunteer-Programm sollte heute losgehen und sie hatte sich bereits verabschiedet, weil sie nicht zu spät zu ihrem Treffpunkt kommen wollte. Sie war ungefähr zehn Minuten weg, da klingelte mein Handy. Ich schon voll aufgeregt, weil ich dachte ein potenzieller Arbeitgeber ruft an. Aber nein, es war Pia. Und die gute Pia hatte ein Problem. Sie steckte auf der Toilette fest, eingeschlossen. Also bin ich zur Rezeption um Bescheid zu sagen, von da wurde ich dann an die Putzfrau weitergeleitet, die konnte allerdings auch nur feststellen, dass sich das Türschloss der Kabine nicht mehr öffnen ließ. Dann wurde der Handwerker gerufen, der sich allerdings dermaßen dämlich angestellt hat... ahhh...da könnt ich mich grad nochmal wieder aufregen. Auf jeden Fall saß Pia auch nach zwanzig Minuten noch fest und die kompletten Teilnehmer ihrer Volunteer-Gruppe, mit der sie sich ja pünktlich um acht treffen sollte, mussten gezwungenermaßen auf sie warten :-) Aber auch diese Geschichte hat ein Happy End, der Handwerker konnte seine wenigen Gehirnzellen letztendlich doch noch aktivieren und siehe da, es ist eigentlich gar nicht so schwierig, eine Tür aufzuhebeln. Wie dem auch sei, Pia war befreit, konnte glücklich mit ihrer Gruppe abreisen und ich konnte mich auch wieder entspannt an den Frühstücktisch setzen.
Das erste Highlight des Tages also schon vor neun Uhr....
Und das zweite ließ auch nicht lange auf sich warten. Wieder saßen wir alle, nun ja nur noch zu viert, friedlich zusammen, diesmal im Starbucks Cafe an der Ecke, als plötzlich erneut mein Handy klingelte. Uuuund diesmal war es tatsächlich ein potenzieller Arbeitgeber :-) Eine super freundlich klingende Frau namens Katie. Katie und ihr Mann (denke doch, dass sie einen hat, extra gesagt hat sie es nicht) leben mit ihren drei Kindern (5, 2 ½ und 3 Monate) sowie Kühen, Pferden und Hunden auf einer Farm in der Nähe von Te Awamutu. Ein wenig im outback, bis zur nächsten Stadt sind es vierzig Minuten mit dem Auto. Und die beiden suchen...tadaaa... ein Au Pair. Offensichtlich höre ich mich am Telefon wohl auch nicht so grausam an und so fahre ich nun am Mittwoch mit dem Bus nach Te Awamutu, um dann eine Woche zur Probe bei der Familie zu leben bzw. zu arbeiten und hoffe, dass alles passt und ich die nächste Zeit dann erstmal dort verbringen werde.
So kommen wir also zum dritten und vorerst letzten Highlight des Tages. Dies ist im Vergleich zu den beiden vorigen allerdings fast gar nicht erwähnenswert, aber ich erzähls einfach trotzdem. Nachdem Pia ja nun heute Morgen abgereist ist, sind in unserem Zimmer jetzt zwei Betten frei und so haben wir prompt zwei neue Mitbewohnerinnen bekommen. Robin und Al aus England, ja richtig aus England, heißt sie sprechen kein Deutsch und wir übrigen vier fangen vielleicht endlich mal an, ein wenig mehr Englisch zu sprechen. Das ist für mich definitiv ein Higlight und deswegen an dieser Stelle erwähnenswert.
So viel also zum heutigen Tag, an dem Pia in der Toilette festsaß und ich vielleicht den ersten Job fand :-D (Ich glaube ich muss an dieser Stelle nicht extra erwähnen, wie viele Tränen wir heute schon gelacht haben, Pia hats dann nach ihrer Rettung ebenfalls mit Humor genommen...)
Samstag, 11. September 2010
Ankunft
So meine Lieben, nach einigen Startschwierigkeiten meinerseits hab auch ich nun das Reich des bloggens ein wenig erkundet und festgestellt: So schwer ist das ja gar nicht! :-)
Es kann also losgehen und ab heute werde ich regelmäßig berichten, soweit es mir möglich ist ins Internet zu kommen, versprochen!!!
Jetzt nun also zu meiner Ankunft hier in Auckland. Erfreulicherweise saßen schon im Flieger nach Seoul Pia und Celine neben mir (beide aus der Gruppe meiner Mitreisenden), das heißt ich musste nicht die nächsten 10 Stunden schweigend verbringen. Und dann konnte ich auch noch Shrek gucken, ihr könnt euch also vorstellen, mein Flug war gerettet :-) Aber ich muss schon sagen, schön sind solche Flüge wirklich nicht, auch wenn das Filmprogramm stimmte, spätestens nach sechs Stunden kann man einfach nicht mehr sitzen. Naja irgendwann hatten wir Auckland ja dann erreicht. Am Flughafen wurden wir dann von einem netten jungen Mann, dessen Namen ich leider vergessen hab, abgeholt. Eigentlich waren alle super fertig und wollten nur noch ins Bett, aber da hier der Tag ja erst angefangen hat (Ankunft: 8.00 Uhr Ortszeit), wurde dann noch einer der vielen Vulkane besichtigt, aus denen Auckland besteht. Der Vulkan an sich war allerdings äußert unspektakulär (zumindest wenn man quasi grad erst auf dem Vesuv war :P), aber die Aussicht war es definitiv wert noch ne Stunde länger auf ein Bett zu verzichten. Nachdem wir uns dann von diesem wahnsinnigen Ausblick losgerissen hatten, gings dann ab ins Hostel. Allerdings konnten wir nicht vor 13.00 Uhr einchecken (es war 10.00 Uhr als wir ankamen). Wir haben dann noch kurz das Büro der Partneragentur aufgesucht und einmal kurz via Internet von der heilen Ankunft berichtet. Dann wars eins, wir konnten einchecken und schlaaafen.... das dann auch bis zum nächsten Morgen durch!
Es kann also losgehen und ab heute werde ich regelmäßig berichten, soweit es mir möglich ist ins Internet zu kommen, versprochen!!!
Nun gut, die wichtigste Frage gleich zu Beginn. Ich lebe noch, mir geht es gut, mein Gepäck hat auch den Weg nach Auckland gefunden und ich habe nicht das Bedürfnis, den nächsten Flieger nach Hause zu nehmen...
Soweit so gut.
Jetzt nun also zu meiner Ankunft hier in Auckland. Erfreulicherweise saßen schon im Flieger nach Seoul Pia und Celine neben mir (beide aus der Gruppe meiner Mitreisenden), das heißt ich musste nicht die nächsten 10 Stunden schweigend verbringen. Und dann konnte ich auch noch Shrek gucken, ihr könnt euch also vorstellen, mein Flug war gerettet :-) Aber ich muss schon sagen, schön sind solche Flüge wirklich nicht, auch wenn das Filmprogramm stimmte, spätestens nach sechs Stunden kann man einfach nicht mehr sitzen. Naja irgendwann hatten wir Auckland ja dann erreicht. Am Flughafen wurden wir dann von einem netten jungen Mann, dessen Namen ich leider vergessen hab, abgeholt. Eigentlich waren alle super fertig und wollten nur noch ins Bett, aber da hier der Tag ja erst angefangen hat (Ankunft: 8.00 Uhr Ortszeit), wurde dann noch einer der vielen Vulkane besichtigt, aus denen Auckland besteht. Der Vulkan an sich war allerdings äußert unspektakulär (zumindest wenn man quasi grad erst auf dem Vesuv war :P), aber die Aussicht war es definitiv wert noch ne Stunde länger auf ein Bett zu verzichten. Nachdem wir uns dann von diesem wahnsinnigen Ausblick losgerissen hatten, gings dann ab ins Hostel. Allerdings konnten wir nicht vor 13.00 Uhr einchecken (es war 10.00 Uhr als wir ankamen). Wir haben dann noch kurz das Büro der Partneragentur aufgesucht und einmal kurz via Internet von der heilen Ankunft berichtet. Dann wars eins, wir konnten einchecken und schlaaafen.... das dann auch bis zum nächsten Morgen durch!
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