Kia Ora!

Dies ist mein Blog, in dem ich versuche regelmäßig von meinen Erlebnissen in Neuseeland zu berichten. Ich hoffe es gefällt euch, Kommentare sind immer herzlich willkommen!







Samstag, 26. Februar 2011

On the road again

Teil 2 meiner Reise mit Victoria und Jannik. Ich hoffe ich bekomme noch alles einigermaßen zusammen. Also, nachdem Jannik und ich zurück in Greymouth waren, ging es noch am selben Tag weiter nach Westport. Zur Abwechslung mal eine etwas größere Ansammlung von Häusern, wirklich erwähnenswertes gibt es von hier allerdings nicht. Am 15ten ging es dann weiter nach Karamea. In Karamea haben wir abends einen Campingplatz gefunden, der uns einen wirklich traumhaften Abend beschert hat. Wir hatten einen eigenen Grill, mit eigener Picknickbank und von dort einen einmaligen Blick auf den Strand und später gab es dann auch noch einen Sonnenuntergang der Spitzenklasse. Wir haben lecker Hot Dogs gegrillt und uns zur Abwechslung auch mal ein Bierchen gegönnt. Ja, in solchen Momenten wird einem immer wieder bewusst, warum man sich ausgerechnet Neuseeland ausgesucht hat.

Aber das war natürlich noch nicht alles, ich hab noch eine weitere nette Anekdote von diesem Abend. Neben unserem Platz stand ein junges Pärchen mit ihrem Van. Die beiden haben sich dann später noch zu uns gesellt. Nach einiger Zeit haben wir rausgefunden, dass die beiden ebenfalls deutsch waren. Allerdings haben wir den männlichen Teil des Pärchens den ganzen Abend in dem Glauben gelassen, wir seien aus Holland bzw. Finnland. Ach das war so herrlich. Später wollten wir ihn dann auf die richtige Fährte bringen, indem wir Fettes Brot und am Ende sogar deutsche Kinderlieder gespielt und dazu lauthals mitgesungen haben, aber er hat es einfach nicht geschnallt :D Leider sind wir am nächsten Tag ziemlich früh abgereist, haben also nicht mehr rausgefunden, wie seine Reaktion war, irgendwann wird ja auch ihm ein Licht aufgegangen sein...
Jannik ist an diesem Tag in aller Herrgottsfrühe zu seiner Wanderung aufgebrochen und Victoria und ich haben uns mit dem Auto nach Motueka aufgemacht. Dort angekommen war ich dann erstmal fertig mit der Welt. Es waren zwar nur etwa 250 km zu fahren, das ist ja eigentlich machbar, aber es ging immer hoch und runter und scharf um die Kurve und keine Ahnung. Dann sind die Straßen hier ja sowieso schon keine Freude, alle paar Kilometer kamen dann allerdings auch noch Baustellen und neuer Straßenbelag, der erst festgefahren werden muss. Ich glaub ich hab noch nie so viel hoch- und runtergeschaltet an einem Tag. Naja, aber auch das war irgendwann überstanden und in Motueka ging es nur noch unter die Dusche (nachdem wir allerdings noch ungefähr eine Stunde einen Campingplatz suchen mussten), schnell was Essen und ab ins Bett bzw. auf die Luftmatratze ins Auto.
Am 17ten ging es morgens früh hoch und weiter nach Marahau (ich hoffe ich erinnere den Namen richtig?!). Heute hieß es nämlich ein wenig wandern im Abel-Tasman-Nationalpark. Mit dem Wassertaxi ging es bis zur ersten Bucht (Anchorage) und von dort wurde dann zurückgewandert. Und ich kann euch versichern, es ist wirklich so schön, wie immer alle sagen. Wir hatten nun auch noch Glück mit dem Wetter, wirklich schön.


Abends sind Victoria und ich dann noch ein Stück weitergefahren, bis Takaka. Und wenn ich es auch nicht für möglich gehalten hätte, die Strecke war noch schlimmer zu fahren. Ich hatte echt die Schnauze voll. Dafür haben wir einen schnuckeligen Campingplatz gefunden.
Am nächsten Morgen sind wir ein bisschen durch die doch eher beschauliche Innen“stadt“ von Takaka gebummelt (eine Straße, 15 Läden), bevor es weiterging nach Collingwood. Dort endete Janniks Wanderweg und wir sollten ihn wieder einsammeln. Leider gab es da anscheinend einige Verständigungsschwierigkeiten und wir haben letztendlich den ganzen Nachmittag umsonst am Ende des Wanderweges auf ihn gewartet, da der guten Mann schon längst in der Stadt war. Aber gut, passiert, war ärgerlich, Schwamm drüber. Geschlafen wurde in Collingwood.
Samstag sind wir noch weiter hochgefahren zum Cape Farewell. Relativ unspektakulär wie ich finde, aber wenn man schonmal in der Gegend ist, nimmt man natürlich alles mit.
Gegen Nachmittag sind wir dann noch runtergedüst bis Nelson. Und hier sollten wir zum ersten Mal seit langer Zeit ganze zwei Nächte verbringen :-) Unser Campingplatz glich eher einer eigenen Stadt, aber schön. Am nächsten Morgen haben wir uns die Stadt mal ein bisschen angeguckt und ich habe festgestellt, es ist bislang eine meiner Lieblingsstädte. Nicht zu groß, auch ruhige Ecken, süße Läden und Cafes. Und eine sehr schöne Kathedrale.
Nachmittags wurde am Strand relaxt und abends das ganze mit einem Barbecue vollendet. Montagmorgen ging es dann aber auch schon wieder weiter nach Picton. Um einiges kleiner als Nelson, auch ganz nett, aber wirklich nichts Besonderes. So und damit bin ich auch schon an der Endstation unserer Reise angekommen. Kaikoura. Am Dienstag sind wir hier angekommen. Dienstag, genau, der Tag an dem das erneute Erdbeben Christchurch zerstörte. Wir haben hier nichts abbekommen, sind ja noch rund 150km nördlich von Christchurch. Gott sei Dank. Mich betrifft es nur insofern, dass ich Christchurch nun nie in seinem eigentlichen Glanze sehen werde. Eigentlich wollte ich ein bisschen länger dort bleiben und mir eventuell dort auch wieder Arbeit suchen, aber wie gesagt, das Planen sollte man hier wirklich aufgeben. Aber zurück zum Eigentlichen. Kaikoura. Auch mal wieder eher unspektakulär. Aber man kann es aushalten hier. Seid gestern bin ich nun auch wieder alleine, Jannik und Victoria haben sich wieder zur Nordinsel aufgemacht. Ich werde also mal wieder alles einfach auf mich zukommen lassen und melde mich, sobald es Neuigkeiten gibt! Bis dahin, alles Liebe in die Heimat!

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