Kia Ora!

Dies ist mein Blog, in dem ich versuche regelmäßig von meinen Erlebnissen in Neuseeland zu berichten. Ich hoffe es gefällt euch, Kommentare sind immer herzlich willkommen!







Mittwoch, 17. November 2010

Eine Kajak-Fahrt mal anders

Unser letzter Tag, Sonntag, wollte und wollte einfach nicht vorbeigehen. Jede einzelne Minute hat sich wahnsinnig in die Länge gezogen. Die Sachen waren längst gepackt, aber je mehr wir dem Abend entgegenfieberten, desto langsamer verging der Tag natürlich. Um 7 pm war es dann aber doch endlich Zeit aufzubrechen. Andrew hat uns dann zur busstation nach Hamilton gefahren und von dort sollte uns jemand vom Hostel, welches wir schon im Voraus gebucht hatten, abholen. Hier ein Bild von unserer Freude, dass der Tag endlich rum war (ja, wir sitzen in der Bushaltestelle und singen "Über den  Wolken" (wegen Freiheit usw.))

Angekommen in unserem Hostel waren wir dann auch noch sehr positiv überrascht. Wir wurden super freundlich empfangen und das Hostel war einfach nur schön. Ziemlich klein, aber total hübsch gemacht und vor allem sehr sauber und ordentlich. Am Liebsten wären wir noch länger als nur für diese eine Nacht geblieben, aber der Bus nach Pauanui am Montag war ja leider schon gebucht.
Am Montagmorgen wurden wir dann wieder zum Bus gefahren. Dann ging es noch ab in den Supermarkt, um ein bisschen Verpflegung für die Woche und Bier für alle zu holen. Nach diesem Einkauf hatten dann allerdings so viel zu tragen, dass es schon wirklich nicht mehr schön war. Vor allem, da man in den  Bussen eigentlich ein großes Gepäckstück und einen kleinen Rucksack mitnehmen darf. Aber unsere Busfahrer (wir mussten zweimal umsteigen) waren alle sehr freundlich und haben uns trotzdem mitgenommen.
Nachmittags waren wir dann nach insgemsamt fünf Stunden Busfahrt endlich in Tairua angekommen. Die ganz Schlauen unter euch werden bereits gemerkt haben, dass das nicht der Ort ist, in den wir eigentlich wollten. Habt ihr gut erkannt, aber nach Pauanui direkt fahren die Busse nicht, deswegen war Tairua unser Zielort. Nun standen wir allerdings vor dem nächsten Problem. Die Fähre, von Tairua nach Pauanui fährt leider nur am Wochenende. Und da wir ja Montag hatten, fuhr also auch keine Fähre. Daraufhin hat Jannik sich überlegt, hol ich doch die beiden Mädels einfach mit dem Kajak ab. Prinzipiell keine dumme Idee, nur hatte wohl niemand unser Gepäck bedacht. Damit ihr wisst, wovon ich spreche - unser Gepäck:

So und nun musste eine Lösung gefunden werden, wie eben dieses Gepäck und drei Personen in zwei Ein-Mann-Kajaks auf die andere Seite gebracht werden sollten.

Die Lösung sah folgendermaßen aus:


Und Jannik ist geschwommen.
Ich hab uns schon kentern gesehen, wohlbemerkt mit ALLEM, was ich derzeit besitze!!! Aber wider aller Erwartungen sind wir am anderen Ufer angekommen. Ich selber war zwar total durchnässt, aber all meine Sachen haben es heil überstanden und bei Victoria ist auch alles gutgegangen. Oh man, diese Aktion war wirklich filmreif.

Soviel zu unserer Anreise.

Die kommende Woche dürfen wir nun mit in dem Haus wohnen, in dem Jannik und seine Arbeitskollegen wohnen. Im Moment sind wir hier zu siebt. Das Haus ist gedacht für höchstens vier :D Jannik, seine Arbeitskollegen Michael, Pauline und Clara, dann Victoria und ich und Mike, der beste Freund von Michael, der hier seit fünf Wochen Urlaub macht. Außer Pauline (french) sind alle Deutsche. Ja, macht schon Spaß!
Pauanui ist ein sehr kleines Örtchen, hauptsächlich stehen hier die Ferienhäuser der Leute, die sonst in der Stadt wohnen. Und was teilweise für Häuser sind. Mit eigener Garage fürs eigene Flugzeug und das eigene Boot. Aber es ist auch wirklich schön hier, direkt am Strand, also man kann es hier schon aushalten.
Gestern haben Victoria und ich dann auch gleich mal den Strand ein wenig genauer unter die Lupe genommen.

Und heute gehts wieder Kajak fahren, allerdings ohne großen Rucksack...

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