Verdammte Axt. Nun sind doch tatsächlich schon wieder vier Wochen (so ungefähr zumindest) vergangen und ich habe nicht geschrieben. Schande über mein Haupt. Aber ich gebe mir Mühe mich an alles zu erinnern, was in der Zeit passiert ist. Setze ich doch am Besten an, wo ich beim letzten Mal aufgehört habe (ja, manchmal hab auch ich Momente, in denen ich logisch denken kann).
Also. Wenn ich mich Recht erinnere, stammt der letzte Bericht aus Dunedin. Hatte ich auch schon erwähnt, dass ich mir mit Annette zusammen ein Auto gemietet habe?! Egal, doppelt hält besser. Ich habe mir also mit Annette zusammen für eine Woche ein Auto gemietet. So ging es an einem schönen Sonntagmorgen ans andere Ende der Stadt, um das Auto abzuholen und dann ab auf die Straße. Die Route hieß: Catlins – Milford Sound – Queenstown. Landschaftlich wirklich wirklich schön, aber das kann man wohl fast von ganz Neuseeland behaupten. Lange Rede kurzer Sinn, wir waren schneller als geplant (und das obwohl wir einen "Gammel-Tag" in Te Anau hatten, da uns das Hostel dort so gut gefiel) in Queenstown. Nämlich schon am Freitag und nicht erst am Samstag. In Queenstown angekommen, wurde schnell ins Hostel eingecheckt und dann ging es gleich Fergburger essen. Da ich mir, seit feststand, dass ich nach Neuseeland gehe, von Thies anhören muss, ich müsse ja UNBEDINGT nach Queenstown und diesen blöden Burger essen. Was soll ich sagen, meine Erwartungen waren hoch, aber ich wurde nicht enttäuscht. Dieser Burger ist wirklich unglaublich gut.
Ich kann euch nur raten – ab nach Queenstown!!! Und das nicht nur wegen des Burgers, aber auch dazu später mehr. Soviel zu Freitag. Da wir unser Auto erst am Sonntag wieder abgeben mussten und es Samstag nicht ungenutzt stehen lassen wollten, haben Annette und ich uns spontan entschlossen, einen Tagestrip zum Mount Cook (Anmerkung am Rande: höchster Berg Neuseelands) einzuschieben. Das hieß für mich vier Stunden hinfahren und vier Stunden zurück. Aber es hat sich gelohnt. Wir hatten super Wetter und die Aussicht war klasse.
Zurück in Queenstown dann ein weiteres Highlight. Ein Wiedersehen mit alten Bekannten. Sabine und Julia (schaut nochmal in meine Berichte ganz vom Anfang, dann wisst ihr wieder, wer die beiden sind) hatten gerade die Westküste hinter sich gebracht und in Queenstown sind wir dann mehr oder weniger zufällig wieder aufeinander getroffen. Die Freude war natürlich groß und da beide Parteien (sowohl die Beiden als auch ich) schon längere Zeit nicht mehr feiern waren, wurde Queenstown als Ort und unser Wiedersehen als Anlass für außerordentlich geeignet erklärt, um mal wieder loszuziehen. Vielleicht war das schon der Anfang vom Ende, man weiß es nicht. Geplant waren zwei eventuell drei Nächte in Queenstown. Es wurde eine Woche.... Aaaaber, ich kann das ja alles erklären. Das war nämlich so. Annette ist am Montag in aller Hergottsfrühe weitergereist. Sabine, Julia und ich sind nach Glenorchy zum wandern gefahren (ein weiterer "Herr der Ringe"-Schauplatz). Auf der Rücktour haben die beiden dann beschlossen, noch eine letzte Nacht zu bleiben und am nächsten Morgen abzureisen. Abends hatten wir uns dann noch auf ein gemütliches "Abschiedsbier" getroffen. Tja und das war der eigentliche Anfang vom Ende. Das ganze ist jetzte eine sehr lange Geschichte, eindeutig zu lang, um sie hier aufzuschreiben, nur so viel: Wir trafen einen leicht angeheiterten Kiwi, bouncten (das deutsche Wort 'hüpfen' kommt dem wohl am nächsten) durch Queenstown ins "Cowboys", auf dem Weg kamen von irgendwoher zwei Australier dazu, wir gewannen eine bullriding-competition gegen jene Australier, man wurde sich sympathisch, man verbrachte die nächsten fünf Tage miteinander, man wurde gezwungen wieder Abschied zu nehmen. Ich hoffe ihr konntet mir einigermaßen folgen. Wir verbrachten also letztendlich eine komplette Woche in Queenstown und ich muss sagen – es war eine meiner besten Wochen hier in Neuseeland!!!!
Nachdem wir uns sehr schweren Herzens von unseren beiden Aussies verabschiedet hatten, fiel mir auf "Hey, was machst du eigentlich als nächstes?!". Aber auch die Frage war schnell geklärt. Wir drei Mädels hatten eine Woche lang so viel Spaß, warum nicht weiterhin?! Sabine und Julia hatten mir während der ganzen Woche immer wieder angeboten, ich könnte gerne ein bisschen mit ihnen weiterreisen. Also dachte ich mir, warum eigentlich nicht. Und so ging es für mich die gleiche Strecke zurück, die ich gekommen war, was allerdings nicht störte, da ich zu dem Zeitpunkt sowieso die komplette Südinsel schon gesehen hatte. Ja und so sind wir die nächsten zwei Wochen die Ostküste hochgefahren. So hatte ich dann auch die Chance, einige kleine Orte zu sehen, die ich beim ersten Mal nicht oder nicht so ausführlich sehen konnte.
Und am letzten Samstag ging es dann zurück auf die Nordinsel. An dieser Stelle ein kurzes Fazit nach guten zwei Monaten auf der Südinsel: Wunderschön. Wahnsinn. Traumhaft. Keine Ahnung, mir fehlen die richtigen Worte.... (super Fazit, ich weiß)
Nur leider kann auch für mich nicht ewig Sommer sein. Hier kommt nun der Herbst und so ab Queenstown wurde es wirklich kalt. Also ab in den Norden. Also ging es, wie gesagt, am Samstag mit der Fähre nach Wellington. Dort angekommen, machte die Stadt ihrem Ruf gleich aller Ehre. Ich kann euch sagen, es ist hier windig, sowas hab ich selten erlebt. Und was sollen da erst Julia und Sabine sagen, die mitten aus Deutschland kommen und nicht wirklich an Wind gewöhnt sind. Naja, aber schön ist die Stadt auch. Das ist sie wirklich. Am Sonntag war dann ein wenig Kultur angesagt. Es ging ins 'Te Papa'. Das Nationalmuseum Neuseelands. Eines der schönsten Museen überhaupt, von denen, die ich bisland gesehen habe. Danach ging es dann noch in den Botanischen Garten, der ebenfalls sehr schön ist. Gestern (Montag) gab es morgens eine Führung durchs Parlament. Den Rest des Tages haben Sabine und ich dann damit verbracht, durch die Stadt zu laufen und unsere Lebensläufe zu verteilen. Uns gefällt es hier nämlich so gut, dass wir hier gerne arbeiten und ein wenig länger bleiben würden. Julia reist schon im Mai ab, deswegen würde sie sich dann alleine den Rest der Nordinsel angucken, falls wir einen Job finden sollten. Aber zurück zum gestrigen Tag. Abends gab es noch ein weiteres Highlight. Wir haben Pia und Celine wiedergetroffen (Stichwort Tauranga, falls jemand nicht mehr wissen sollte, wer Pia und Celine sind). Die beiden sind auch gerade von ihrer Südinseltour zurück. So waren wir gestern wieder alle vereint. Ende.
naaa endlich;) damit du nicht denkst, ich verfolge deinen Blogg nicht, lobe ich dich an dieser Stelle noch einmal, du kannst sehr gut schreiben! ich vermisse dich:*
AntwortenLöschenich stimme wencke zu:)ich habs dann nach langem auch hinbekommen mich als leser auszugeben:):*
AntwortenLöschen:-( nun ist es schon wieder fast einen Monat her... Silja meld dich mal :)
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