Ein herzerfrischendes Hallo an alle meine Lieben im weit entfernten Deutschland. Ich wünsche euch allen ein frohes neues Jahr 2011!!!
Ich hoffe ihr habt die Festtage alle gut überstanden, seid gut ins neue Jahr gerutscht und startet nun voller Tatendrang so richtig durch?! :-)
Was mich angeht, danke der Nachfrage, ich bin sehr gut ins neue Jahr gekommen. Genaueres dazu später. Zuerst die Neuigkeit der Woche. Silja hat Arbeit. Und da ich ja den Hals nicht voll genug bekommen kann (sagt man doch so oder?!), ist derzeit nicht nur ein Job angesagt, sondern gleich zwei. Dazu kam es folgendermaßen.
Letzte Woche hat Jack (ebenfalls Bewohner des 'Tauranga Central Backpackers') uns freundlicherweise einen Job bei seinem Chef besorgt. Kiwi-thinning. Heißt so viel wie die doofen Kiwis abpflücken, damit die guten Kiwis besser wachsen können. Hört sich einfach an, ist es auch. ABER... und nun kommts. Es ist anstrengend. Man steht bzw. läuft den ganzen Tag unter den Kiwibäumen (ich hab leider noch kein Foto, für die, die nicht wissen, wie ein Kiwibaum aussieht, am Besten einfach mal googlen), meistens kann man nicht aufrecht stehen. Dann hat man die ganze Zeit den Kopf im Nacken liegen und die Arme gen Himmel gerichtet, was spätestens nach zwei Stunden ebenfalls nicht mehr angenehm ist. Und dann kommt noch hinzu, dass es wohl keine langweiligere, stupidere Arbeit gibt. Zumindest fällt mir grad keine ein. Der einzig gute Part ist wohl das Geld. Ach ja, noch ein weiterer Punkt, was diesen Job angeht. Neben uns vier Mädels aus dem Hostel arbeiten sonst nur Inder auf den Kiwi-Plantagen. Und auch unser 'Boss' ist Inder. Das wäre ja eingentlich auch nicht weiter schlimm, wenn die bloß nicht so stinken würden.... Bahh, ich sags euch, das ist wirklich nicht schön. Man hört Inder nicht kommen, man riecht sie kommen. Ohne Witz. Naja, das eine, was man will, das andere, das man muss.
Weiter im Text. Die Aufmerksamen unter euch werden festgestellt haben, dass das nur ein Job ist, ich ja aber zwei angekündigt habe. Kommen wir also zum zweiten Job. Nachdem ich von der Kiwiarbeit nach Hause komme, wird fix geduscht, gegessen und dann gehts weiter ins Restaurant. Ins 'LoneStar' um genau zu sein. Dort arbeite ich nämlich seid Mittwoch noch zusätzlich. Drinks servieren, Essen servieren, Besteck rollen, Servierten (wie auch immer man das schreibt) falten und alles was so dazugehört eben. Im Gegensatz zu Job Nr. 1 macht mir diese Arbeit allerdings sehr viel Spaß. Leider ist es nur für ca. 2 Wochen, bin quasi nur im Notfall eingesprungen. Alles in allem komme ich derzeit auf 10-13 Stunden arbeiten am Tag. Und mehr als essen, schlafen und duschen schaffe ich da nebenbei nicht so richtig im Moment. Verzeiht also, dass meine Mails derzeit eher Mangelware sind. Heute ist nun der erste Abend, an dem ich nicht im LoneStar arbeiten muss, aber mehr als diesen Blogeintrag schaffe ich glaub ich trotzdem nicht :D
So weit, so gut. Komme ich zu meinem Jahreswechsel. Als erstes muss ich dazu an dieser Stelle erwähnen, dass Victoria und Jannik am Donnerstag kurzfristig hier aufgetaucht und bis gestern geblieben sind. Hach war das eine Wiedersehensfreude. Sehr sehr großartig!!!
Und dann war schwuppdiwupp auch schon Silvester. Leider mussten wir auch an Silvester arbeiten und zwar bis halb elf (ja, abends). Dann wurde sich in Rekordzeit umgezogen, währenddessen schnell zwei Bierchen hinuntergestürzt, um dann gerade noch so den letzten Bus nach Mount Maunganui (zum Strand!!!) zu bekommen. Dort angekommen mussten wir uns dann noch durch die Massen an Menschen kämpfen, um direkt an den Strand zu gelangen (wobei der Alkoholpegel der Jungs nicht gerade hilfreich war). Wir haben es jedoch noch vor zwölf geschafft und konnten das Feuerwerk überm Wasser mehr oder weniger entspannt genießen. Merkwürdig war, das eben dieses Feuerwerk das einzige war, scheint hier nicht so Sitte zu sein, dass jeder sein eigenes Feuerwerk veranstaltet. Mal ganz davon abgesehen, dass ich den ganzen Abend nicht einen einzigen Knaller gehört habe (wodrüber ich mich weiß Gott nicht beschweren möchte). Am Strand war eine große Bühne aufgebaut, auf der den ganzen Abend eine Liveband gespielt hat. Allerdings nur bis viertel nach zwölf, danach gabs nur noch 'nen DJ, der eher bescheiden war. Das hat uns allerdings nicht so richtig gestört. Und die gefühlten Millionen anderen Menschen auch nicht. Durch diese Menschenmasse gestaltete es sich leider auch etwas schwierig Victoria und Jannik zu finden, die schon früher zum Mount gefahren waren (bis hierhin hatte ich den Text geschrieben, als plötzlich Pia ins Zimmer gestürmt kommt mit den Worten "Silja, Silja, du musst ins Restaurant kommen, sofort!!! da war es acht – jetzt ist es halb elf, so viel also zu meinem freien Abend, danke für nichts!). Letztendlich hab ich es aber doch noch geschafft, zumindest Victoria aufzugabeln.
Um zwei ging dann allerdings auch schon der letzte Bus nach Tauranga und da wir ein return-ticket hatten, haben wir uns dann auch beeilt jenen zu bekommen (es ist uns gelungen!). Zurück im Hostel wurde dann noch das ein oder andere Bierchen getrunken, aber die Auswirkungen der geleisteten Arbeitsstunden der vergangenen Woche bzw. des Abends zeigten sich dann doch recht bald und so konnte ich immerhin noch ein gutes Stündchen schlafen, um dann wieder aufzustehen, um mit meinen liebsten Freunden zu skypen. Leider Gottes ohne Kamera, da auf Tetenhusener Seite leider keine vorhanden war und meine nicht funktionierte. Aber alleine die Stimmen mal wieder zu hören war ein Highlight. Ihr seht, ich hatte einen wundervollen Start ins neue Jahr und werde nun die nächste Zeit weiterhin hauptsächlich damit verbringen, stinkenden Indern aus dem Weg zu gehen, sowie versuchen zu vermeiden den Gästen ihre Getränke über die Hose zu kippen. Cheers!
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